Waagstock- und Beobachterbericht Mai 2015

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(14 Meldungen) Die Trachtbeobachter meldeten von ihren Waagvölkern aus der ersten Dekade stärkere Trachten als aus den beiden nachfolgenden Dekaden. Kernobst und Rosskastanien blühten in der ersten Dekade noch. Dann verzögerten die Eisheiligen und in der dritten Dekade die verfrühte Schafskälte das Wachstum in der Natur. Das zeigen die täglichen Temperaturspannen (Quelle: dwd.de für Berlin-Tempelhof). Sie hätten in ihrem Niveau im Laufe des Monats kontinuierlich ansteigen müssen. An den vier Tagen mit kleinen Temperaturspannen zwischen Nacht und Tag wollten die Bienen nicht so recht fliegen. Mäßige Temperaturen verzögerten abseits von Wärme-Inseln die Robinienblüte. Sie begann sehr unterschiedlich: in Altglienicke am 12.5., in Nikolassee am 18.5., am meisten zwischen dem 21.5. und 26.5, und am spätesten im Norden in Buch am 30.5. Die Vollblüte erreichten die Robinien erst am Ende des Monats. Viele Imker schleuderten in der dritten Dekade die Frühtracht von der Obstblüte.[/ezcol_1half] [ezcol_1half_end]

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Den Beobachtungsobleuten gilt unser aller Dank für ihre sorgfältigen und pünktlichen Mitteilungen, die in den beiliegenden Monatsbericht eingefügt wurden. Wir freuen uns über ImkerInnen mit Stockwaage, die uns monatlich Werte zukommen lassen! Kontakt: Herr Kißmann, Tel. 030-3042203

Der Bericht geht auch an den Deutschen Bauernverlag und wird im Deutschen Bienenjournal je nach Redaktionsschluss in ein oder zwei Monaten veröffentlicht.

Bessere Bedingungen für Imker und Bienen – Ihre/Eure Meinung ist gefragt!

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Hiermit leiten wir eine Nachricht von Olaf Schwerdtfeger (2. Vors./Imkerverband Berlin und Nils Simon (Vorsitzender Imkerverein Kreuzberg) an Sie/Euch weiter:

„Gute Bedingungen für die Imkerei und für das Wohlergehen der Honig- wie auch der Wildbienen zu schaffen, ist eine wesentliche Aufgabe der organisierten Imkerschaft. Denn auch wenn man in Berlin eine gute Honigernte erzielen kann, gibt es sicher noch eine Menge zu verbessern.

In den vergangenen Monaten haben einige Ortsvereine wie auch der Imkerverband Berlin deshalb den Kontakt zu politischen Entscheidungsträger*innen gesucht. Dabei wurde schnell klar, dass wir zwar über 1.000 Mitglieder haben, dass es aber kaum ausformulierte Vorschläge zur Verbesserung des Regierungs- und Verwaltungshandeln auf Bezirks- und Landesebene gibt. Auf der Klausurtagung der Vereine und des Verbandes am 10.05. haben wir unter anderem besprochen, wie wir hier in Zukunft besser auftreten könnten.

In diesem Rahmen wurde der Vorschlag geäußert, zuerst einmal alle Mitglieder danach zu fragen welche Forderungen sie gegenüber der Landespolitik haben. So soll ein Meinungsbild entstehen, das dabei helfen soll gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen die Interessen der Imkerschaft zu vertreten. Mit dieser Mail möchten wir Sie deshalb bitten, spätestens bis zum Sonntag, den 7. Juni 2015 folgende Frage zu beantworten:

Welche (maximal fünf) Vorschläge haben Sie, wie das Abgeordnetenhaus Berlin und die Senatsverwaltungen die Bedingungen für die Imkerei und die Bienen in der Hauptstadt verbessern können?
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Um ein paar Impulse zu geben, haben wir hier eine Liste mit Stichwörtern erstellt:

Honig – Faulbrut – Veterinärämter – Bienenweide – Krankheiten – Fördermittel – Pestizide – Landwirtschaft – Beuten – Schwärme – Öffentlichkeit – Grünflächen – Zucht – Kleingärten – Medien – Liegenschaften – Stadtentwicklung – Standflächen – Bezirksämter- Wildbienen – Varroa – Bienenhauptstadt – Wanderimker – Forschung – Unternehmen

Bitte versuchen Sie, sich bei der Beantwortung so kurz und sachlich wie möglich zu halten! Denken Sie bitte auch daran zu überlegen, ob die Landesebene wirklich die richtige Ebene für das Anliegen ist (die europäische Agrarpolitik lässt sich im Abgeordnetenhaus nicht ändern). Wenn alles passt, schicken Sie die Antwort bitte an nils.simon@posteo.de, oder per Post an Imkerverein Kreuzberg, Stresemannstraße 31A, 10963 Berlin. Nils sammelt die Antworten und fasst sie nachher so zusammen, dass wir sie im Landesverband gut nutzen können. Selbstverständlich werden wir Sie in unserem regelmäßigen Infobrief über die Ergebnisse informieren und auf den Treffen der Gremien weiter darüber diskutieren“[/ezcol_1half_end]

Unser Imkerverein begrüßt sein 100. Mitglied

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In den Beuten wachsen die Völker und wir machen es nach. Unser Verein hat in seiner Versammlung am 8. April sein 100. Mitglied aufgenommen! Vorsitzende Erika Mayr sagt mit allen anderen Mitgliedern „Herzlich Willkommen, lieber Stefan Henning!“.

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Ethnologin freut sich über Mitarbeit und Unterstützung bei Forschungsprojekt

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„Mein Projekt untersucht am Beispiel der Stadt Berlin die urbane Imkerei. Es verbindet dabei im Einzelnen sehr unterschiedliche Ansätze, etwa aus der Stadtforschung, aber auch der Human Animal und Multispecies Studies. Eine erste, noch sehr allgemeine Kurzbeschreibung des Projekts findet sich auf der der Homepage des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität: https://www.euroethno.hu-berlin.de/de/institut/personen/fenske.

Wie in ethnografischen Studien üblich, verändert sich der Fokus und präzisieren sich Fragestellungen in der ersten Projektphase. Derzeit suche ich noch weitere Kontakte zu den verschiedenen Berliner Imkerinnen und Imkern. In diesem Zusammenhang freue ich mich über Personen, die Zeit und Lust haben, mit mir über ihre Leidenschaft für die Imkerei zu sprechen. Bislang dauerten solche Interviews zwischen 60 und 90 Minuten, fanden in Cafés, im Institut für Europäische Ethnologie (Mohrenstrasse) oder aber bei den Imkern statt.“

Sie erreichen mich unter der Email: michaela.fenske@hu-berlin.de

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Wettbewerb: Schüler freuen sich über Unterstützung für Bienen-Idee

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Beim Schülerwettbewerb “Umweltschule für Einsteiger” freuen sich Selma, Joel, Luciano, und Emily aus der 6B der Joan-Miro-Schule über Unterstützung. Sie wollen einen Bienenstock im Schulhof einrichten und mit Hilfe eines Imker eigenen Bio Honig ernten und auf dem Schulhof verkaufen.

Wer dieses Idee fördern will, bitte hier klicken und die Idee Nr. 44 liken!

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Imkerverein Kreuzberg initiiert „Bestäuber-Aktionsplan“ für Berlin

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Unser Kreuzberger Imkerfreunde haben einen Aufruf zu einem Bestäuber-Aktionsplan für Berlin entworfen:

„Wir bitten die Senatsverwaltung, im Dialog mit allen relevanten Akteuren einen „Bestäuber-Aktionsplan“ auszuarbeiten, der zum Bienenschutz und zur Vielfalt der Blühpflanzen beiträgt. In dem Aktionsplan sollen sich öffentliche und private
Akteure auf freiwillige Selbstverpflichtungen einlassen, die beinhalten wie sie in ihrem Tätigkei tsbereich die Artenvielfalt der Wildbienen und anderer Bestäuber schützen wollen (…)“

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Der ganze Text kann hier heruntergeladen werden. PDF_Logoklein

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GESINAS-Stiftung sucht deutsche Imker-Unterstützung für Argentinien

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Mail von GESINAS (Auszüge): „Zusammen mit den Guarani-Indianern und einigen Kleinbauern, unterstützen wir den Aufbau einer ökologischen und nachhaltigen Bienenwirtschaft im Bezirk El Soberbio. Die Bienenvölker werden am Rande des Regenwaldes oder direkt im Urwald aufgestellt. Von dem Erlös der Honigvermarktung werden Bildungsprojekte für die Guarani-Indianer finanziert und Arbeitsplätze geschaffen. In einer eigenen Schreinerei, wurden in den letzten Monaten bereits über 500 Bienenkästen aus Holz hergestellt. Von Dezember 2014 bis heute wurde ein Bestand von über 60 Bienenvölkern aufgebaut, der sich bis Ende 2015 auf 250 erweitern soll. Für die Betreuung und für die Schulung von Imkern wurde ein Imker eingestellt.

Dennoch braucht dieses Projekt Unterstützung von erfahrenen Imkern, denn es fehlt an Erfahrung und Detailkenntnis um letztlich das Projekt auf eine wirtschaftlich stabile Basis zu stellen.

Vielleicht gibt es in Ihnen Verein Imker, die Interesse haben, sich einige Tage zu engagieren. Sie würden nicht nur einen Einblick in das Leben der Farmer und Guarani-Indianer am Rande bzw. im subtropischen Urwald bekommen, sondern auch Kenntnisse über die Imkerei in dieser Region gewinnen und aktiv bei der Betreuung der Bienenvölker mitwirken können.

Wir schlagen für die Unterkunft in Mehrbettzimmern, Verpflegung und Fahrten in den Urwald und zu den Indianerdörfern eine Spende von 50 Euro pro Tag und Person vor, um sowohl die durch den Aufenthalt verursachten Kosten zu decken, als auch einen kleinen Beitrag für das gemeinnützige Projekt zu leisten.

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Eine Reisegruppe von 4-6 Personen wäre ideal. Der Flug von Berlin z. B. nach Rio de Janeiro und zurück kann bereits ab 720 Euro gebucht werden. Ein Weiterflug z. B. von Rio de Janeiro kann ab 200 Euro gebucht werden. Von Iguazu aus könnte eine Abholung organisiert werden.

Die GESINAS-Stiftung, die erst Ende 2013 gegründet wurde, unterstützt dieses Projekt in El Soberbio, das von der Guarani-Hilfe seit über 20 Jahren gefördert wird, seit 2014 sowohl finanziell als auch personell. Das Projekt um den Urwaldhonig und die Imkerei könnte die Lebenssituation der Indianer nachhaltig verbessern helfen.

Wenn Sie sich einen Überblick über die Guarani-Hilfe, die wir als GESINAS-Stiftung unterstützen, verschaffen wollen, dann empfehle ich Ihnen folgende Seiten zu lesen:

www.guarani-hilfe.de oder unter Facebook: www.facebook.com/guaranihilfe

Liebe Interessierte, das ist ein Auszug aus der Mail. Bitte lasst Sie Euch bei Interesse noch einmal komplett von der GESINAS-Stiftung zusenden und nehmt auch bei Interesse direkt Kontakt mit der Stiftung auf. [/ezcol_1half_end]

Waagstock- und Beobachterbericht Februar 2015

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Acht  Trachtbeobachter/-innen meldeten sinkende Waagstockpegel in allen drei Dekaden. Die Bienen zehrten weiterhin.  Sie flogen an milden Tagen in der zweiten und dritten Dekade (siehe Bild 1) und trugen Pollen ein. Die Bilanz am Waagstock blieb negativ. Mit vier weiteren Beobachtern/-innen wurden die Blühtermine von Hasel und den beiden Krokus-Arten (Botanischer K. und Kultur-Krokus) ermittelt. Die Erstblüte erfolgte jeweils beim Botanischen Krokus. Die Erstblüte der Hasel erstreckte sich räumlich und zeitlich über alle drei Dekaden (siehe Tabelle 1). Krokus begann schlagartig in der zweiten Dekade zu blühen. Die Völker stehen gut in Brut, Völkerverluste  wurden vereinzelt gemeldet.

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Den Beobachtungsobleuten gilt unser aller Dank für ihre sorgfältigen und pünktlichen Mitteilungen, die in den beiliegenden Monatsbericht eingefügt wurden. Wir freuen uns über ImkerInnen mit Stockwaage, die uns monatlich Werte zukommen lassen! Kontakt: Herr Kißmann, Tel. 030-3042203

Der Bericht geht auch an den Deutschen Bauernverlag und wird im Deutschen Bienenjournal je nach Redaktionsschluss in ein oder zwei Monaten veröffentlicht.