Neues Buch – Interview mit Öko-Pionier und Autor Günter Friedmann

Günter Friedmann arbeitet seit über dreißig Jahren leidenschaftlich mit und an den Bienen. Er ist einer der Pioniere der ökologischen Imkerei und hat die Richtlinien der Demeter-Bienenhaltung mit entwickelt.

Ein Interview mit ihm können Sie als pdf herunterladen, indem Sie hier klicken …

Zum aktuellen Buch von Günter Friedmann, „Bienengemäß imkern“ (BLV Verlag, 175 Seiten, 24,99€), geht´s wenn Sie hier klicken!

interview

Unsere Vereinsvorsitzende Erika Mayr über das Buch: „Das Buch von Demeter-Imker Günter Friedmann wirkt wie ein Begleitkurs zu einem Kurs von ihm, wobei man ihm lediglich zuhört und nicht die ganze Zeit Notizen machen muss. Es liest sich so, als würde der Autor mit uns sprechen, und wir hören zu. Er antwortet auf viele Fragen, die einen bewegen, wenn man seit ein paar Jahren Bienenvölker hält, dabei ganz gut zu Recht kommt, jedoch gern seine Betriebsweise korrigieren, verfeinern und eventuell in Richtung bienengemäße Imkerei optimieren möchte. Günter Friedmann hat einen guten Ton gefunden. Er erzählt von seinen Erfahrungen. Es gelingt ihm dadurch den Kern der Themen zu finden und alles andere, was sich darum dreht, zu erwähnen und beschreiben, ohne es allzu sehr zu bewerten. Zentrales Thema ist natürlich die Entwicklung des Bienenvolkes mit dem Höhepunkt der Teilung. In seinem Schwarmdiagramm wird die Zeit dargestellt, die das Bienenvolk für die Vermehrung und Fortpflanzung aufwendet: dies beginnt mit der Aufzucht der Drohnenbrut und hört mit der Eiablage der jungen Königinnen auf. Das sind in etwa 75 Tage Schwarmprozess. Auch wieder so ein spannender Aspekt und neuer Blickwinkel. Seine Antworten reduzieren sich nicht nur auf praktische Anleitungen, wie man z.B. die Schwarmvorwegnahme durchführt; der Blick geht über das rein Praktische hinaus, und Günter Friedmann stellt dar, was z.B. der Schwarmprozess für das Bienenvolk bedeutet und wie sich imkerliche Maßnahmen auf das Bienenvolk auswirken können. Der Autor schreibt lebendig. In gewisser Weise nimmt der Leser an der Suche des Autors nach der eigenen Balance im Spannungsfeld Bienen, Imkerei und Umwelt teil. Der autobiographische Aspekt ermuntert dazu, die eigene Praxis zu überprüfen und zu hinterfragen. Die grafische Gestaltung des Buchs ist einfach. Es gibt immer wieder Zusammenfassungen, die hervorgehoben werden und anschauliches Bildmaterial. Schön finde ich die Seiten mit dem hinterlegten Wabenmuster einer gefüllten Honigwabe. Diese Seiten haben ein Gewicht. Wir sollten sie im Gedächtnis behalten. Im hinteren Teil des Buchs gibt es auch eine ausführliche und aktuelle Literaturliste zur Vertiefung der einzelnen Themen.“

Stadthonig-Fest am 3. 9. 2016

stadthonigfest2016

Programm:

12 Uhr Begrüßung: Wie Bienen unser Leben bereichern – und was sie (dafür) zum Leben brauchen
13 Uhr Vortrag: Trachtpflanzen in der Stadt und das Verschwinden von Brachen
14 Uhr Führung: die Prinzessinnengärten
15 Uhr Führung: Bienen und wesensgemäße Bienenhaltung in den Prinzessinnengärten
16 Uhr Führung/Vortrag: Waldbienenhaltung – die Klotzbeuten in den Prinzessinnengärten
20 Uhr Filmvorführung: »Landstück« von Volker Koepp (2016)

Mehr Infos gibt es in diesem Flyer (pdf/hier klicken…)

Amerikanische Faulbrut: Vierter Sperrbezirk!

Am 20.07.2016 wurde in einer Bienenhaltung im Bezirk Berlin-Steglitz-Zehlendorf/Ortsteil Lichterfelde der Ausbruch der
Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt.

Der Sperrbezirk Steglitz-Zehlendorf/Ortsteil Lichterfelde wurde innerhalb folgender Grenzen eingerichtet:

· Osten: Finckensteinallee bis Theklastraße bis Goerzallee
· Süden: Goerzallee bis Persantestraße bis Türksteinweg
· Westen: Prinz-Handjery-Straße bis Türksteinweg
· Norden: Bahntrasse von Prinz-Handjery-Straße bis Bahntrasse Dahlemer Weg bis Curtiusstraße bis Verlängerung Pfleidererstraße

Zur tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung mit weiteren Informationen hier klicken (pdf)!

Amerikanische Faulbrut: Zwei Sperrbezirke in Berlin!

Am 22.06.2016 wurde bei verschiedenen Bienenhaltungen der Ausbruch der “Amerikanischen Faulbrut” amtlich festgestellt.

Der Sperrbezirk Pankow liegt innerhalb folgender Grenzen:
Osten: Verlängerung der Straße am Wasserturm bis zur Gäblerstraße, Gäblerstraße, Max-Steinke-Straße, Borodinstraße
Süden: Fehrbelliner Straße, Saarbrücker Straße, Prenzlauer Berg, Am Friedrichshain, Kniprodestraße
Westen: Brunnenstraße, Jülicher Straße und Grüntaler Straße
Norden: S-Bahngleise bis zum S-Bhf. Pankow, Kissingenstraße, Am Wasserturm
zuständig: Ordnungsamt Pankow, Veterinär- und Lebensmittelaufsicht (Tel: 030/90295-5130, Fax: 90295-5823, E-Mail: vetleb@ba-pankow.berlin.de)
Zur tierseuchenrechlichen Allgemeinverfügung mit weiteren Informationen hier klicken (pdf)!

Der Sperrbezirk Neukölln liegt innerhalb folgender Grenzen:
Osten: Teltowkanal, Bezirksgrenze Neukölln/Treptow-Köpenick, Neudeck Weg, Lettberger Straße
Süden: Neuhofes Straße, Waltersdorfer Chaussee, Eichener Weg, Groß Ziethener Chaussee
Westen: Zittauer Straße, Wutzkyallee, Efeuweg
Norden: Neukölln Straße, Flurweg, Minzeweg, Zwergasternweg, Teltowkanal
zuständig: Ordnungsamt Neukölln, Veterinär- und Lebensmittelaufsicht, (Tel. 030/90239-3443, FAX 90239-53732, E-Mail: vetleb@bezirksamt-neukoelln.de)
Zur tierseuchenrechlichen Allgemeinverfügung mit weiteren Informationen hier klicken (pdf)!

ACHTUNG! Auch im angrenzenden Bezirk Treptow-Köpenick wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Der Sperrbezirk Treptow-Köpenick liegt innerhalb folgender Grenzen:
Westen: NSG Wasserwerk Johannisthal
Norden: Springbornstraße – Akeleiweg
Osten: Verbindungslinie Ende Akeleiweg zum Teltowkanal
Süden: Teltowkanal
Zur tierseuchenrechlichen Allgemeinverfügung mit weiteren Informationen hier klicken (pdf)!

 

 

Neue Webseite erklärt, was zum Schutz der Bienen getan werden kann

Pünktlich zum Frühling wird uns wieder bewusst: Das weltweite Bienensterben stellt eine ernst zu nehmende Gefahr dar – sowohl für Mensch und Tier als auch für die Umwelt. Aus diesem Grund gibt es auf der Internetpräsenz eGarden.de nun eine Kampagne zum Thema Bienensterben, um das Problem in den Blickwinkel der Öffentlichkeit zu rücken.

Hier geht es zur Webseite …
www.egarden.de/wissen/bienensterben-165597.html

bienenwebseite

Appell gegen Bienenkiller

bienenkiller

Neonikotinoide sind für Bienen tödlich. Letztes Jahr noch hat Agrarminister Schmidt die Pestizide deswegen verboten. Jetzt gibt er dem Druck von Bayer, BASF und Co. nach – und könnte die Bienenkiller schon in den nächsten Tagen wieder erlauben.

Unterzeichnen Sie jetzt den Appell gegen die Bienenkiller! Bitte hier klicken …

Workshop „Extensive 
Bienenhaltung 
–
 wie 
geht
 das
 wirklich?“ am 16./17. April 2016

Ein Workshop von und mit Günther Friedmann und Erika Mayr.

„Die (Stadt-)Imkerei blüht auf. Es gibt sehr viel Information zum Thema Bienenhaltung. Bei der direkten Arbeit an den Bienen in der eigenen Imkerei schaut es oft anders aus, als in der Literatur beschrieben. Als ImkerIn hat man immer eine Wahlmöglichkeit. Unsere Intension ist es, die faszinierende Dynamik eines Bienenvolkes wahrzunehmen, sie zu unterstützen und zu fördern. Jeder Eingriff in die natürliche Entwicklung hat jedoch Konsequenzen. Welche Handlungen nötig sind und wie man sie bienen- und imkerfreundlich realisiert – das möchten wir mit Euch erarbeiten. Wir werden dazu zeitgemäße Fragen zur Bienenhaltung diskutieren um dadurch unsere eigene Urteils- und Handlungsfähigkeit an der Arbeit mit den Bienen zu verbessern.“

Nähere Infos zu Ablauf, Kosten und Anmeldung gibt es bei den Terminen …

Online-Umfragen zu Bienenhaltung und Gewässern – bitte mitmachen!

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Der Imkerverein Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt gerne zwei Studentinnen und bittet, an ihren Umfragen teilzunehmen. Hier die Anfrage:

„Die Fragen beziehen sich auf:

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Die erlangten Ergebnisse dienen der Erstellung von Datensätzen, die als Grundlage für die Abschlussarbeiten genutzt werden sollen.

Die Umfragen nehmen maximal 10 Minuten Zeit in Anspruch. Alle Daten werden selbstverständlich anonym behandelt.

Falls ihrerseits Interesse besteht, senden wir Ihnen sehr gerne die Ergebnisse nach der Auswertung per E-Mail zu.

Herzlichen Dank im Voraus und freundliche Grüße,
Rhea Rennert und Stella Kießlinger
rennertr@hu-berlin.de, kieslins@hu-berlin.de

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Waagstock- und Beobachterbericht November 2015

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Die Obleute für Beobachtung in den Berliner Imkervereinen melden auch im Winterhalbjahr bienenrelevante Daten an den Obmann für Beobachtung des Berliner Landesverbandes. Die Waagstockbeobachtung, die während der Trachtzeit das wichtigste Beobachtungselement liefert, wird im Winterhalbjahr fortgesetzt:

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Abb. 1 zeigt die Gewichtsdifferenzen zum Vormonat [kg]. Veränderungen infolge imkerlicher Tätigkeiten haben Betreiber/innen der Waagen zeitnahe als „Korrektur“ vermerkt und bei der Monatsdifferenz berücksichtigt. Ort der Waagen und Betreiber/innen bleiben anonym. Die gemeldeten Daten sind in aufsteigender Reihenfolge geordnet. Im Berichtsmonat waren alle Daten negativ, d. h. es gab nur Gewichtsabnahmen.

Ein weiteres wichtiges Beobachtungselement im Winter ist der Bienenflug. Berufstätige haben an Wochentagen keine Möglichkeit zum Beobachten. Meldungen gehen daher nur spärlich ein. Angaben zur Flugstärke in sechs Klassen (0 und 1 bis 5) wie sie vom Deutschen Imkerbund empfohlenen werden, sind subjektiv und in Berlin nicht üblich. Hier interessiert, ob Bienen fliegen, kaum fliegen oder nicht fliegen. Als Indikator für den Bienenflug wird erstmals die Höchsttemperatur des Tages in drei Klassen gewählt und in den Ampelfarben dargestellt. Das Ergebnis ist ein Näherungswert und gleichzeitig ein Mittelwert für Berlin. Die Meldungen der tatsächlichen Flugtage bestätigen, dass er hinreichend genau ist.[/ezcol_1half] [ezcol_1half_end]

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Abb. 2: Anzahl der Flugtage – Näherungswert, Ampelfarben abhängig von der Höchsttemperatur des Tages: GRÜN = 12° und mehr, hohe Wahrscheinlichkeit, dass Flüge stattfinden. GELB = 8° bis 11,9°, Flüge nur bei Bedarf, z. B. zum Wasserholen. ROT = unter 8°, kein Flug. Datenbasis für Temperaturen: Deutscher Wetterdienst, Tempelhofer Feld, SW-Ecke nahe S-Bhf. Tempelhof. Die 16 Tage des Grünen Bereichs lagen in den ersten 19 Tagen des Monats. Die Bienen trugen sogar noch Pollen ein, z. B. von Astern und vom Efeu. Am 20. November erfolgte ein Temperatursturz. Die acht Tage des Roten Bereichs gehen vom 21. bis zu 28. November. Die beiden letzten Tage im Monat waren „Bedarfsflugtage“ ohne erfolgten Flug.

Die hohe Anzahl der Flugtage ist auf das ungewöhnlich milde Wetter in den beiden ersten Dekaden zurückzuführen. Im gesamten Monat lag die Temperatur um 3,2 K über dem langjährigen Durchschnitt 1981-2010.[/ezcol_1half_end]

Den Beobachtungsobleuten gilt unser aller Dank für ihre sorgfältigen und pünktlichen Mitteilungen, die in diesen Monatsbericht eingefügt wurden. Wir freuen uns über ImkerInnen mit Stockwaage, die uns monatlich Werte zukommen lassen! Kontakt: Herr Kißmann, Tel. 030-3042203

Der Bericht geht auch an den Deutschen Bauernverlag und wird im Deutschen Bienenjournal je nach Redaktionsschluss in ein oder zwei Monaten veröffentlicht.