Berliner Stadthonige sind praktisch schadstofffrei

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Gute Nachrichten für alle Stadtimker: In einem zertifizierten Labor wurden fünf Berliner „Innenstadt-Honige“ (Ernte 2014)  von Freizeitimkern auf Leitsubstanzen für eine mögliche Umweltbelastung untersucht. Untersucht wurde auf 16 Substanzen aus der Gruppe der Polycyclisch aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK’s), auf Gehalte von Blei (Pb) und Cadmium (Cd). Grenzwerte für diese Substanzen sind für Honig nicht festgelegt. Grenzwerte gibt es dagegen z.B. für Trinkwasser und Babynahrung. Ein Vergleich hierzu bietet sich ggf. an auch wenn sicher deutlich weniger Honig als Trinkwasser aufgenommen wird.

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Ergebnisse:
– Bei den PAK’s lagen alle Werte unterhalb der Bestimmungsgrenze, gleichfalls unterhalb des Grenzwertes für Trinkwasser.
Blei konnte in vier von fünf Proben in geringen Spuren nachgewiesen werden. In einer Probe lag der Wert unterhalb der Bestimmungsgrenze. In den vier übrigen Proben lagen die Werte unterhalb des in der Trinkwasserverordnung festgelegten Höchstwertes.
– Bei Cadmium lagen alle Werte unterhalb der Bestimmungsgrenze und damit maximal im Bereich des in der Trinkwasserverordnung festgelegten Höchstwertes.

Aufgrund dieser Ergebnisse können wir festhalten, dass Berliner Honige bezüglich einer Umweltbelastung praktisch als unbelastet gelten können. Außer Wasser dürfte es kaum ein Lebensmittel mit dieser geringen Belastung geben.

Ursache dieser geringen Belastung dürfte die kurze Zeitspanne sein, die der von den Blüten ausgesonderte Nektar der Umweltbelastung ausgesetzt ist bevor er von den Bienen aufgenommen und zu Honig verarbeitet wird.[/ezcol_1half_end]

Waagstock- und Beobachterbericht Oktober 2014

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Der Monat war merklich wärmer als im Mittel der 30−jährigen Referenzperiode 1971−2000. Tabelle 1 zeigt klimatologische Kenngrößen der Temperatur in Tempelhof lt. dwd.de. An zehn Tagen fiel Niederschlag, jedoch nur an acht Tagen mit einer Höhe von 1,0 mm oder mehr. Die Gesamthöhe betrug in Tempelhof nur 38,1 mm. Das sind 84,5 % im Vergleich zum Mittel in der oben genannten Referenzperiode.

Flugbetrieb herrschte nahezu während des ganzen Monats. In der ersten Monatshälfte wurden Pollen (Efeu und Astern) eingetragen. Tabelle 2 zeigt die monatliche Änderung des Waagstockpegels, die allein von den Bienen bewirkt worden ist.

Die Behandlung mit Ameisensäure erfolgte zum zweiten bzw. zum dritten Mal. Infolge der anhaltenden Tageshöchsttemperaturen von 10° und mehr wurde die empfohlene Verdunstungsrate von 20 ml/Tag bei zweizargigen Beuten leicht überschritten. Der Milbenfall war unterschiedlich. Gemeldet wurden zwei bis sieben Milben pro Tag.

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Den Beobachtungsobleuten gilt unser aller Dank für ihre sorgfältigen und pünktlichen Mitteilungen, die in den beiliegenden Monatsbericht eingefügt wurden. Wir freuen uns über ImkerInnen mit Stockwaage, die uns monatlich Werte zukommen lassen! Kontakt: Herr Kißmann, Tel. 030-3042203

Der Bericht geht auch an den Deutschen Bauernverlag und wird im Deutschen Bienenjournal je nach Redaktionsschluss in ein oder zwei Monaten veröffentlicht.