Waagstock- und Beobachterbericht Januar 2012



Imkerverein
Charlottenburg-Wilmersdorf

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Die Beobachterberichte werden auf monatlicher Basis von unserem Vereinsmitglied Herrn Günter Kißmann, Obmann für Beobachtung des Imkerverbandes Berlin, erstellt. Er basiert auf Mitteilungen der Beobachtungsobleute der 14 Berliner Imkervereine und beim Wetter auf den im Internet zugänglichen täglichen tabellarischen Daten des Deutschen Wetterdienstes der Station Tempelhof.
Januar 2012: Erst am Ende kalt

Der Monat war bis zur zweiten Dekade mild. Während der letzten fünf Tage herrschte Dauerfrost. Es waren die einzigen Eistage. Nachtfrost gab es an acht weiteren Tagen. Der 31.1. war der kälteste Tag, in Tempelhof morgens mit  10,4 °C und am frühen Nachmittag mit höchstens 5,8 °C. Die Monatsmitteltemperatur lag 2,5 Grad über ihrem langjährigen Wert  0,2 °C. Niederschlag (mehr als 0,1 mm) fiel an 20 Tagen, insgesamt 57 mm, entsprechend 133 % des langjährigen Monatsmittels. Die höchste Tagesmenge 8,1 mm wurde am 19.1. gemessen. Am 28.1. fiel der Niederschlag als Schnee, vorwiegend in den westlichen und südlichen Stadtbezirken.

Infolge des anfangs milden Wetters begann die Hasel in geschützter Lage bereits am 5.1. zu stäuben und die Bienen flogen zumindest am 2.1., teilweise bis zum Ende der zweiten Dekade. In der Monatsmitte waren Völker schon in Brut. Einzelne tote Bienen wurden nach draußen geschafft. Der strenge Frost am Monatsende stoppte die Entwicklung der Pflanzen und ließ die Bienen in ihren Beuten verharren.

Am Waagstock sank der Pegel in der ersten Dekade im Mittel um 0,3 kg, in den beiden letzten Dekaden um jeweils 0,4 kg.